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Bienermühle Königstein: Blick durch den Torbogen in den historischen Malerwinkel

Sanierung / Denkmalschutz

Bienermühle Königstein

Umnutzung einer denkmalgeschützten Mühle zur Eventgastronomie

Königstein · 2023 – 2028

Alle Projekte
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Revitalisierung der Bienermühle Königstein, Umnutzung einer ehemaligen, denkmalgeschützten Mühle zur Eventgastronomie mit Sanierung des zugehörigen Meisterhauses sowie der Vogtei, Königstein/Sachsen

Die unmittelbar an der Biela gelegene Bienermühle ist das älteste und geschichtsträchtigste Gebäudeensembles der Stadt Königstein. Ihre Ursprünge reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Über Jahrhunderte vereinte der Standort mit einer wasserbetriebenen Brettschneidemühle und der historischen Vogtei zwei für die Entwicklung der Stadt bedeutende Funktionen. Das denkmalgeschützte Ensemble besteht aus dem eigentlichen Mühlengebäude, der Alten Vogtei und dem Meisterhaus sowie einem markanten Industrieschornstein. Die historischen Sandsteintorbögen und der malerische Innenhof prägen bis heute den besonderen Charakter des Ortes, der nicht ohne Grund als „Malerwinkel“ bekannt ist. Nach dem Ende der gewerblichen Nutzung standen große Teile des Ensembles über Jahrzehnte leer und waren einem zunehmenden Verfall ausgesetzt. Dank des Engagements des Malerwinkel e.V., von Bürgern der Stadt, der KWE Königstein GmbH sowie der Stadtverwaltung konnte das Ensemble gesichert und Fördermittel organisiert werden.

Mit der geplanten grundhaften Revitalisierung soll das historische Ensemble nun einer neuen, langfristig tragfähigen Nutzung zugeführt werden. Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal 2027 beginnen. Als federführende Architekten entwickeln und koordinieren wir als ARGE zusammen mit JORDAN BALZER SCHUBERT ARCHITEKTEN ein Konzept, das den weitestgehenden Erhalt der historischen Bausubstanz mit den Anforderungen einer modernen Eventgastronomie verbindet. Vorgesehen sind eine großzügige Gastronomie sowie verschiedene Veranstaltungssäle, die für private und öffentliche Veranstaltungen angemietet werden können. Damit soll die Bienermühle wieder zu einem lebendigen Ort der Begegnung werden und einen wichtigen Beitrag zur touristischen und kulturellen Entwicklung der Stadt Königstein leisten.

Die planerischen Herausforderungen sind dabei außergewöhnlich vielfältig. Neben dem teilweise schwierigen Zustand der historischen Bausubstanz stellt insbesondere der Hochwasserschutz aufgrund der unmittelbaren Lage an der Biela hohe Anforderungen an die Planung. Hinzu kommen die komplexen brandschutztechnischen Anforderungen einer öffentlich zugänglichen Versammlungsstätte. Eine besondere Herausforderung ist außerdem die Integration umfangreicher haustechnischer Anlagen, insbesondere der für die gastronomische Nutzung erforderlichen Lüftungstechnik, in die denkmalgeschützten Gebäudestrukturen. Dabei gilt es, die historische Architektur möglichst wenig zu beeinträchtigen und gleichzeitig die funktionalen, technischen und gestalterischen Ansprüche an einen zeitgemäßen Veranstaltungsort zu erfüllen.

Auch bei der Bienermühle spielt die Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Der Erhalt und die Weiternutzung der vorhandenen Bausubstanz vermeiden den Ressourcenverbrauch und die grauen Emissionen, die mit einem vollständigen Neubau verbunden wären. Trotz der denkmalpflegerischen Einschränkungen soll durch eine sorgfältig abgestimmte Innendämmung ein möglichst guter energetischer Standard erreicht werden. Die Wärmeversorgung ist über eine moderne Wärmepumpe vorgesehen. Darüber hinaus wird bei der Auswahl der Baustoffe angestrebt, weitestgehend auf Kunststoffe zu verzichten und langlebige, ökologische Materialien einzusetzen. So soll die Bienermühle nicht nur als bedeutendes Zeugnis der Königsteiner Stadtgeschichte erhalten bleiben, sondern zugleich zeigen, wie sich Denkmalschutz, anspruchsvolle Gebäudetechnik und nachhaltiges Bauen auch bei einem komplexen historischen Ensemble miteinander vereinbaren lassen.

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